12 Stunden Arbeitstag - Fakten

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Lange wurde eine Flexibilisierung der Arbeitszeit gefordert. Die jetzige Ausformung liefert sowohl für Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber erhebliche Spielräume in der Arbeitszeitgestaltung. Die Auslegung zum Nachteil der Arbeitnehmerschaft ist mit zahlreichen Fehlinformationen behaftet.


Ein flexibles Arbeitszeitmodell bringt eine generell längere Arbeitszeit mit sich.

Dies ist nicht richtig. Generell bleiben die bestehenden Vorschriften erhalten, dh. 8 Stunden pro Tag, 40 Stunden pro Woche. Lediglich eine erlaubte Ausweitung wurde eingeführt, wobei diese Mehrstunden als Überstunden abgegolten werden müssen. Dadurch ist es in Zukunft möglich, wirtschaftlichere und arbeitnehmerfreundlichere Arbeitszeitblöcke zu bilden.


Ein flexibles Arbeitszeitmodell bringt lediglich den Unternehmen Vorteile.

Dies ist ebenfalls nicht korrekt. Durch die eingeführte Flexibilisierung wurde die Möglichkeit geschaffen, die zuvor schon erwähnten Arbeitszeitblöcke zu bilden. Dadurch ist ein komfortableres Freizeitverhalten seitens der Arbeitnehmer möglich. Weiters kann seitens des Unternehmens auf Spitzenauslastungen reagiert werden, was wiederum die Wettbewerbsfähigkeit fördert, somit Arbeitsplätze sichert und in weiterer Folge mehr Ertrag für die Arbeitnehmer durch Abgeltung von Überstunden mit sich bringt.


Flexible Arbeitszeiten sorgen für eine Verunsicherung des Arbeitsmarktes.

Speziell in Zeiten von Auftragsspitzen müssen Arbeitszeitmodelle eine gewisse Flexibilität aufweisen, um konstante Strukturen bei den Belegschaften zu gewährleisten. Ein, wie zum Beispiel in den USA übliches, Hire & Fire System würde, bedingt durch mangelnde Möglichkeiten der Adaptierung im Arbeitszeitmodell, für weitaus grössere Ungereimtheiten am Arbeitsmarkt sorgen.