Umfrage Wirtschaftsbosse im Wirtschaftsblatt
Gepostet von Mario Sackl am 23.07.08 in Wirtschaft & Politik |Wien (APA) – Österreichs Wirtschaftsbosse fordern von der neuen Regierung nach den Nationalratswahlen vom 28. September eine Senkung der Lohnnebenkosten. Für 21 Prozent von 500 befragten Managern steht dieser Wunsch an der Spitze. Mit 20 Prozent knapp dahinter rangiert eine Reduktion des Spitzensteuersatzes von derzeit 50 Prozent. Mit 17 Prozent den dritten Platz nimmt in der im “WirtschaftsBlatt” (Montagausgabe) veröffentlichten OGM-Umfrage das derzeitige Aufregerthema Teuerung ein, die Unternehmer wollen wirksame Maßnahmen gegen die steigenden Preise und die Inflation.
Mit 16 Prozent folgt eine Gesundheitsreform mit der Sicherstellung der Finanzierung des Gesundheitswesens. Die Pensionsreform ist nur für neun Prozent der Wirtschaftsbosse ein Anliegen, ebenso die Verwaltungsreform mit dem Abbau des Verwaltungsaufwandes.
Eine nachhaltige Budgetsanierung fordern überhaupt nur fünf Prozent und eine Öffnung der Arbeitsmärkte ist den heimischen Spitzenunternehmern mit lediglich drei Prozent kaum ein Anliegen.
Quelle: APA
Wie immer ist das Hemd näher als der Rock, möchte man meinen. Die Reihenfolge erscheint interessant, die Senkung der Lohnnebenkosten eine Forderung mit All-Time-High-Charakter, oft gewünscht, (noch) nie erfüllt. Woher nehmen, wenn nicht stehlen? Geöffnete Löcher müssen gestopft werden, any ideas? Für die Reduktion des Spitzensteuersatzes gilt selbiges. Der Prozentsatz bei der Pensionsreform ist ob “Golden-Handshake” und mangelnder Weitsichtigkeit nachvollziehbar.
