Monatsarchiv für Januar 2008
Arbeitslosenversicherung für Selbständige ab 2009
Mit 1.1.2009 wird das neue Modell der Arbeitslosenversicherung für Selbständige in Kraft treten. Damit wird es künftig leichter sein, sozial abgesichert zwischen unselbständiger und selbständiger Beschäftigung zu wechseln. Der Wirtschaftskammer ist es gelungen, Unternehmern, die vor ihrer selbständigen Tätigkeit unselbständig tätig waren, ihre aus dieser unselbständigen Tätigkeit erworbenen Ansprüche auf Arbeitslosengeld unbefristet zu wahren. Wenn die Voraussetzungen vorliegen, besteht im Anschluss auch Anspruch auf Notstandshilfe.
Den ganzen Beitrag lesen…
Handyholismus
Man fährt wiedermal des Eilens mit seinem Gefährt umher, eh schon spät dran, der nahende Termin naht einfach sehr schnell. Eigentlich wenig Verkehr, einzig die Verkehrspolitik in Wien mit ihren Rückbauten zu einspurigen Nadelöhren treibt ein wenig in den Wahnsinn. Normalerweise aber egal, wenn sich alles normal und flüssig bewegt.
Vor mir ein Auto; an und für sich nichts besonderes, nur dieses Auto fährt langsam. Warum? Sonst niemand auf der Strasse, kein Glatteis, kein Nebel. Tingeling, mein Termin rückt nun schon wirklich nahe, man kommt ja so ungern zu spät; und dieser nette Verkehrsteilnehmer denkt gar nicht daran, die erlaubten 50 km/h in Anspruch zu nehmen, sondern hält den kategorischen 30er für angebracht. Nun gut, die Geschwindigkeit sinkt, mein Blutdruck steigt, wenigstens ist einem dabei schön warm. Aber eh gleich alles vorbei, vorne muss ich rechts abbiegen. Das Fahrzeug vor mir: Kein Blinker, fährt also geradeaus. Denkste, abbiegen ohne Blinker, wahrscheinlich weiss er ja eh, wo er hin will. Das Abbiegen des Blutdrucksteigerers ähnelt dem eines besoffenen Radfahrers: Dreimal ansetzen, Gegenverkehr gefährden, Gott sei Dank hat er vier Räder, sonst läge er jetzt auf der Goschn. Und weiter gehts mit Schallgeschwindigkeit und mittlerweile schmalzigen 35 km/h Richtung Ziel. Eigentlich handelt es sich um eine gerade Strasse, das wahnsinnige Etwas vor mir kreiselt aber serpentinenähnlich die Strasse runter. “Grod is ohne Lenken!” würde Herr Dorfer jetzt sagen, aber der nette Verkehrsteilnehmer würde mich wohl kaum verstehen.
Ampel rot. Soll ich aussteigen? Nein, man ist ja im kultivierten Mitteleuropa, ausserdem hats -4° Celsius.
Ampel grün, keine Reaktion. Ampel noch immer grün, noch immer keine Reaktion. Erst als der LKW hinter mir seine Tuba anwirft und es dadurch dem dahinschlummernden Kleinwagen vor mir fast den Kofferraumdeckel aufschmeisst, erweckt das lenkende Wesen und beschliesst das Blech in Bewegung zu setzen.
Die nächste Abzweigung ist dann zweispurig und man beschliesst das Blutdruckmittel mal ins Auge zu fassen. Würde es sich dabei um einen älterlichen Verkehrsteilnehmer handeln, ok; würde es sich dabei um eine Mutter handeln, die gerade versucht ihren Nachwuchs in den Griff zu bekommen, ok; würde es sich dabei um einen Taxler handeln, der gerade mit seinem Fahrgast um die Bezahlung der Fuhre rauft, ok. Nein, es handelt sich dabei nicht um einen ihn, sondern um eine sie, und zwar um eine blonde Tussi, die ihr Handy zwischen linker Seitenscheibe und Ohr eingeklemmt hat, mit der linken Hand zu lenken versucht, mit der rechten ihr Getriebe massiert und dabei hochgradig doof grinsend wahrscheinlich gerade einen Termin im Nagelstudio fixiert. Handy am Steuer soll ja angeblich die gleiche Wirkung wie 0.8 Promille Alkohol im Blut haben. Ich glaube diese Untertreibung einfach nicht!
“§$%&/()/%&$§/&/”, denk ich mir, und bin trotzdem zu spät gekommen!
Tagfahrlicht ab Jänner 2008
Jetzt ist es fix:
Wien – Die Regierung hat Licht am Tag nun endgültig wieder abgeschafft: Ab 1. Jänner 2008 besteht für die Autofahrer keine Verpflichtung mehr zum Scheinwerfer-Aufdrehen am Tag. In der Novelle wurden auch höhere Strafen für Handy am Steuer sowie die seit langem geforderte 1:1-Zählregel für Schulbusse umgesetzt.
Eine vom Epigus Institut erstellte Studie und die zusätzliche CO2-Belastung bei Fahren mit Licht am Tag haben für Verkehrsminister Werner Faymann (SPÖ) den Ausschlag zur Abschaffung gegeben, erklärte er: “Die Studie von Prof. Pfleger, ist zu dem Ergebnis gekommen, dass es keinen Sicherheitsgewinn durch Fahren mit Licht am Tag gibt. Im Gegenteil. Einspurige Verkehrsteilnehmer und besonders Fußgänger wurden dadurch schlechter wahrgenommen.” Faymann will sich auch in der EU für die Einführung eines serienmäßigen Tagfahrlichts stark machen. Dieses sei um einiges schwächer als Abblendlicht, wodurch es keine Blendwirkung gebe und weniger Treibstoff verbraucht wird.
Quelle

