Golfen am 1. Jänner? Bist …?
1. Jänner. Golfen zu dieser Zeit normalerweise ein Höllentrip. Vor allem für einen nur über 15° Celsius Golfer wie meinereiner. Naja, Driving Range quälen ist angesagt. Ich glaub ich bin beim Leiner, steh auf einer Matte und hau die kleine weisse …! Schulter, Knie, linker Arm, Griff, alles noch da, kaum koordiniert, deshalb fliegt auch alles kreuz und quer. Zufällig erscheinende befreundete Clubmitglieder erlösen mich aus diesem Horrorszenario: “Gehst mit auf die Runde?”
Erster Abschlag: “Platsch!” Das fängt ja gut an; aber positiv sei zu bemerken: Es wurde noch schlimmer. Hoffentlich hab ich genug Bälle mit. Warum hab ich mir nicht die Ski angeschnallt und bewege mich auf Bergen; nein, golfen muss er gehen, der Depp. Auf der 4 bläst plötzlich ein Fön daher, unser Flight ringt nach Luft. “Das ist aber ein milder Sommer heuer …!” Mit gequältem Lächeln und drei halbhohen Highspeed-Putts rette ich mich beim Par 5 aufs Green. Zum Trost: Meinen Flightpartnern gehts auch nicht besser. Hauptsache die Golfballindustrie angekurbelt, und die Taucher werden sich im Frühjahr wieder nicht für das viele Plastik bedanken. Irgendwann hört man dann auf seine Schläge zu zählen, Hauptsache ein angenehm warmer Frühlings … äh … Wintertag.

